Zum Krankheitsbild

Depressionen treten in allen Lebensphasen auf. Sie weisen sehr verschiedene Formen, Ausprägungen und Verläufe auf: Das Spektrum reicht von kurzfristigen Verstimmungen über Reaktionen im Zusammenhang von Lebens- oder Entwicklungskrisen bis hin zu chronischen, psychischen Erkrankungen.

Eine Depression ist dadurch gekennzeichnet, dass die betroffene Person unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität leidet. Es sind die Fähigkeit zur Freude, das Interesse und die Konzentration vermindert. Bereits nach geringsten Anstrengungen kann ausgeprägte Müdigkeit auftreten; meistens ist der Schlaf gestört und der Appetit gemindert. Fast immer sind Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen beeinträchtigt. Sogar bei den leichten Formen kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Kennzeichnend ist, dass sich die gedrückte Stimmung von Tag zu Tag wenig verändert, nicht auf Lebensumstände reagiert und von einer Vielzahl körperlicher Symptome begleitet sein kann.

Depressive Störungen treten häufig zusammen mit anderen psychischen und körperlichen Erkrankungen, wie koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Stoffwechselerkrankungen auf und können deren Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.

Aufgrund des eigenen depressiven Rückzuges und der mangelnden Informiertheit ihrer Umgebung leiden Betroffene, aber auch deren Angehörige nicht selten unter einer verringerten sozialen Unterstützung. In der Folge wird eine fachgerechte therapeutische Hilfe nicht oder erst verzögert in Anspruch genommen, was wiederum ganz wesentlich zu einer Chronifizierung der Erkrankung beitragen kann.

Jeder kann dazu beitragen, die Erkrankung als solche bei ihm nahe stehenden Menschen zu erkennen und damit eine adäquate Therapie zu ermöglichen. Wir möchten dazu Hilfestellung leisten.

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